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PeakMetrics / Fact Checks

Health & medicine fact checks

Explore claims publishers have checked about health & medicine. Read their original ratings and follow the evidence.

13,674 published reviews in this topic

BR24 FaktenfuchsHealth & medicine

Lockdowns haben versagt. In den Staaten mit den härteten Maßnahmen war die Zahl der Toten oft höher als in den Staaten mit weniger harten Einschnitten.

Publisher’s rating: Nicht haltbar. Die Aussagen basieren auf einer Studie, deren eigene Aussagen wiederum so pauschal nicht haltbar sind. Die aktuelle Studie von John Ioannidis aus Stanford zur angeblich fehlenden Wirkung von härteren Corona-Maßnahmen weist nach Ansicht mehrerer Wissenschaftler aus Deutschland, aber auch international deutliche Mängel auf. Sie erlaubt demnach die Schlussfolgerung, dass die Bewertung einzelner Maßnahmen sehr schwierig ist, aber die Aussage, dass starke Maßnahmen nichts bringen, ist so auf Grundlage dieser Veröffentlichung nicht haltbar.

Deutsche Presse-AgenturHealth & medicine

Trotz der hohen Sicherheitsstandards sorgen sich einige Menschen mit Beginn der Impfungen gegen Covid-19 vor möglichen Nebenwirkungen. In sozialen Medien verbreiten sich derzeit Meldungen, die Nebenwirkungen oder gar Impfschäden angeblich belegen. In einem Facebook-Video (hier archiviert) ist ein Mann in hellblauem T-Shirt zu sehen, der offenbar in einem Krankenhausbett liegt und krampft. «33-jähriger Krankenpfleger bei bester Gesundheit, der sich für die Corona-#Impfung (RNA-Genspritze) entschieden hat, entwickelt eine schwere Reaktion», heißt es in der Beschreibung zum Video.

Publisher’s rating: Der Mann im Video erhielt keine Impfung gegen Covid-19. Das Video ist mindestens seit Februar 2020 im Internet zu finden - ein Zeitpunkt, zu dem die beiden bekannten mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 noch nicht zugelassen waren.

The claim concerns a Facebook video showing a man in a hospital bed and describes him as a healthy 33-year-old nurse experiencing a severe reaction after choosing a Covid-19 vaccination. The review investigated whether the circulating clip showed an event following such a vaccination, rather than treating the video’s caption as confirmation of when or why the man was ill. It compared the circulating version with an older upload of footage showing the same person. The older Facebook video was published on 21 February 2020. The review says it is slightly longer than the version then circulating and identifies matching details: a black watch on the man’s left wrist, a blue tag on the hospital bed, and a background voice saying “Just keep breathing” after about 17 seconds. The review notes that no Covid-19 vaccine had been authorized in February 2020; it reports that the EU authorized the BioNTech vaccine in December 2020 and Moderna’s in early January 2021. That chronology and the matching footage contradict the caption’s presentation of this video as evidence of a reaction to a Covid-19 vaccination. The review also distinguishes the man’s reported personal account from independently established facts. It says he claimed his illness followed a tetanus and diphtheria vaccination in 2019, but that this account had no independent confirmation in the material examined. The review therefore does not establish the cause of his symptoms; it establishes that this footage predates Covid-19 vaccine authorization and was not evidence of the claimed Covid-19 vaccination reaction.

BR24 FaktenfuchsHealth & medicine

FFP2-Masken schützen nicht vor Viren.

Publisher’s rating: Die Behauptung ist falsch. FFP2-Masken schützen vor Viren. Das bestätigt u.a. das RKI, die WHO und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Manche Hersteller schreiben auf Haftungsgründen "nicht gegen Viren" auf die Gebrauchsanweisung, da FFP2-Masken bei der Herstellung nicht explizit auf Viren geprüft werden.

Deutsche Presse-AgenturHealth & medicine

Seit in Europa gegen Corona geimpft wird, kursieren in den sozialen Medien zahlreiche Meldungen über angebliche Impfschäden. So wird etwa in einem Facebook-Posting (hier archiviert) derzeit behauptet: «Norwegen verhängt ein Impfverbot für Pfizer und BoiNTech (sic!) Impfstoffe, nachdem es 23 Menschen das Leben kostete!» Als Quelle wird «Servus TV» angegeben

Publisher’s rating: Es gibt kein Impfverbot in Norwegen. Die norwegische Gesundheitsbehörde «Folkehelseinstituttet» (FHI) hat ihre Impfempfehlung lediglich ergänzt: Bei sehr gebrechlichen oder unheilbar kranken Menschen soll individuell geprüft werden, ob der Nutzen einer Impfung größer ist als das Risiko möglicher Nebenwirkungen. Es wird noch untersucht, inwieweit die Todesfälle ursächlich mit der Corona-Impfung zusammenhängen.

ComprovaHealth & medicine

Coronavac tem um resultado 0,38% superior ao do placebo.

Publisher’s rating: FALSO: Diferentemente do que afirma um tuíte verificado pelo Comprova, a eficácia global alcançada nos testes da fase 3 da CoronaVac significa que 50,38% dos vacinados estão totalmente protegidos da covid-19. Os outros 49,62%, apesar de poderem contrair a doença, também desenvolvem anticorpos, o que pode reduzir a incidência de casos moderados e graves.

BR24 FaktenfuchsHealth & medicine

In Norwegen sind 33 Menschen an der Covid-19-Impfung gestorben. Norwegen setzt die Impfung aus / Norwegen verbietet die Impfung.

Publisher’s rating: Falsch / Irreführend: Impfungen in Norwegen wurden weder ausgesetzt noch verboten. Allerdings hat die zuständige Behörde ihre Leitlinien zum Impfen aktualisiert: Künftig sollen Ärzte bei besonders gebrechlichen oder unheilbar kranken Menschen die Risiken und Vorteile einer Impfung abwägen. Ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und Impfung ist aber bisher nicht eindeutig nachgewiesen.

Deutsche Presse-AgenturHealth & medicine

Schwere Nebenwirkungen bis hin zum Tod, Impfungen entgegen geltende Empfehlungen und ein überlasteter Rettungsdienst: Eine auf Facebook verbreitete Sprachnachricht enthält eine ganze Reihe an Behauptungen über Komplikationen nach Corona-Impfungen in Pflegeheimen im nordrhein-westfälischen Düren (hier archiviert). Was ist dran an den Schilderungen?

Publisher’s rating: Der Kreis Düren weist die Behauptungen über viele schwere Komplikationen und vermehrte Rettungseinsätze nach Impfungen zurück: «An diesen Vorwürfen ist nichts dran.» Zudem halte man sich an Vorgaben des Robert Koch-Instituts zur Aufklärung vor den Impfungen.

The review examined an anonymous Facebook voice message alleging severe reactions, a death linked to vaccination, vaccination without regard to allergies or other illnesses, and a surge in emergency calls at nursing homes in Düren, North Rhine-Westphalia. It compared these allegations with responses from the district and its public-health officials, and checked the message’s timing against the local vaccination campaign. The message may have been recorded shortly after New Year; vaccinations in Düren nursing homes had begun on December 28, and first doses there were complete by the review’s stated status date of January 20, 2021. (S1: “Zeitangaben in der Sprachnachricht deuten darauf hin, dass sie kurz nach Neujahr entstanden sein könnte. Wie der Kreis Düren auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt, hätten in den dortigen Pflegeheimen ab dem 28. Dezember Impfungen gegen Covid-19 stattgefunden. Die Erstimpfungen sind in den Einrichtungen inzwischen abgeschlossen (Stand: 20.01.2021).”) On the reported severe reactions and death, the district head said the cases had not occurred in the described form, and the district reported no unusual pattern. The health-office director described only a few temporary, mild effects, such as arm pain or tiredness, and said they were harmless. The review also says the claim that a doctor linked a resident’s death to vaccination was untrue; the deceased resident had serious pre-existing conditions, contrary to the message’s account. (S1: “Landrat Wolfgang Spelthahn teilte zu den Behauptungen auf Facebook mit: «Es hat die Fälle in der beschriebenen Form nicht gegeben.» Zudem schreibt der Kreis: «Es ist nicht zu außergewöhnlichen Auffälligkeiten gekommen.» Nach Angaben des Leiters des Gesundheitsamts sei es in den Heimen nur in wenigen Fällen «vorübergehend zu leichten Schmerzen im geimpften Arm, zu Müdigkeit oder zu ähnlichen leichten Erscheinungen gekommen». Alle Reaktionen seien harmlos gewesen.”; “Dass ein Arzt einen Zusammenhang zwischen dem Tod eines Bewohners und der Impfung hergestellt habe, stimme nicht. Den Angaben zufolge hatte der Verstorbene zudem «schwere Vorerkrankungen» - anders, als es in der Sprachnachricht beschrieben wird.”) The review distinguishes between the message’s broad claim about allergies and what was actually required: it reports no general exclusion of people with allergies in Germany, while saying the district denied vaccinating residents indiscriminately and said it followed Robert Koch Institute guidance, including information discussions about possible side effects. Residents could also refuse vaccination. On emergency calls, the review could not verify whether a purported rescue-service worker made the quoted statement. The district nevertheless said nursing-home rescue calls had not risen to an unusual level after vaccination. Thus, that particular alleged speaker’s account remained unverified, while the district’s reported figures did not support the message’s claim of an abnormal surge. (S1: “Der Kreis Düren betont auf dpa-Anfrage jedoch, dass nicht pauschal alle Heimbewohnerinnen ohne Rücksicht auf Vorerkrankungen und Allergien geimpft worden seien, sondern man sich an die Vorgaben des Robert Koch-Instituts gehalten habe. Vorgesehen sind etwa Aufklärungsgespräche unter anderem über mögliche Nebenwirkungen. Zudem können Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen - wie alle anderen Menschen - die Impfung auch ablehnen.”; “Ob sich ein Rettungsdienstmitarbeiter so geäußert hat, lässt sich nicht überprüfen. Der Kreis schreibt dazu jedoch auf Facebook: «Die Zahl der Rettungseinsätze in Pflegeeinrichtungen des Kreises Düren bewegt sich nach Impfungen nicht im auffälligen Bereich.»”)

Deutsche Presse-AgenturHealth & medicine

Die Entwicklung eines Impfstoffes ist ein schwieriger Prozess. Alle Details nachzuvollziehen, ist nicht immer leicht für Menschen, die sich mit der Impfung konfrontiert sehen. Momentan wird etwa eine Studie geteilt, laut der eine Impfung bei einer späteren Covid-19-Erkrankung zu einem schwereren Verlauf führen könnte. In der Wissenschaft wird eine solche Reaktion als «vom Antikörper abhängende Verstärkung» (antibody-dependent enhancement - ADE) bezeichnet. Laut «Wochenblick» (hier archiviert) ist es daher «höchste Zeit, dass den Menschen die Risiken der als Allheilmittel gepriesenen mRNA-Vakzine offen mitgeteilt werden.» Ein User auf Facebook kommentiert die Studie in einem Posting (hier archiviert) mit «Na wunderbar: Schwere Verläufe nicht trotz, sondern wegen der Impfung...»

Publisher’s rating: Es gibt bis jetzt keine Hinweise, dass bei den derzeitigen Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 ein ADE-Risiko besteht. Die Studie kritisiert, dass Freiwillige während der Testphase nicht ausreichend auf eventuelle Risiken hingewiesen worden sind.

The claim draws on a paper titled “Informed consent disclosure to vaccine trial subjects of risk of Covid-19 vaccines worsening clinical disease.” The review says it was published on October 28, 2020, while the Pfizer-BioNTech vaccine trial was still underway. The paper’s concern was that trial volunteers had not been adequately informed about the *possible* risk of antibody-dependent enhancement (ADE). That is a concern about disclosure and a theoretical risk—not, by itself, evidence that vaccinated people experienced worse COVID-19 or that the vaccines caused it. [S1] The review distinguishes the possibility discussed in the paper from observed evidence. It reports that the Paul-Ehrlich-Institut said clinical trials had not indicated vaccine-associated enhanced COVID-19 disease in vaccinated people, and that animal studies followed by viral exposure had shown no such signs. The review also notes that the RKI’s January 8, 2021 recommendation described a theoretical circumstance in which a weaker response after only one dose could lead to ADE, while stating that comparable processes had not yet been observed for SARS-CoV-2. [S1] The review further reports that, in the Pfizer-BioNTech trial, ten severe cases were observed, nine in the placebo group. It concludes that the shared paper could not incorporate then-current research results and was warning about inadequate communication of a theoretical risk during trials; it did not establish that vaccination was causing severe COVID-19. [S1]